Kölner Prominenz

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Die nordrheinwestfälische Stadt Köln hat eine solch große Anzahl berühmter Persönlichkeiten hervorgebracht, dass man sie kaum alle aufzählen kann. Ob aus Politik, Wissenschaft oder Kunst: Sie alle haben die bundesdeutsche Gesellschaft auf eine bestimmte Weise beeinflusst und ihre Spuren hinterlassen.

Willi Millowitsch – Kölner Urgestein
Der aus einer alten Schauspielerdynastie stammende Volksschauspieler war Leiter des privaten Kölner Millowitsch-Theaters. Er war als Filmschauspieler und Sänger tätig, sein Durchbruch erfolgte 1953 mit dem Theaterstück „Etappenhasen“, das im Fernsehen live übertragen wurde. Nun war Willi Millowitsch überregional bekannt. Seine in den nächsten Jahren aufgeführten und im Fernsehen übertragenen Lustspiele wurden regelrechte Straßenfeger. Er unterhielt sein Publikum über 40 Jahre lang und starb 1999 im Alter von 90 Jahren.

 

Jürgen Rüttgers – „Kinder statt Inder“
Der 1951 in Köln geborene CDU-Politiker war in den 1980er Jahren zunächst Beigeordneter der Stadt Pulheim. Zwischen 1994 und 1998 hatte er das Amt des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung inne. Danach stieg er zum Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen auf. Diese Tätigkeit übte er bis 2010 aus, dann löste Nachfolgerin Hannelore Kraft ihn ab. In der Finanzkrise forderte er die Rückkehr zur Sozialen Marktwirtschaft und vermittelte im sogenannten „Kohlekompromiss“. Mit dem im Jahre 2000 genannten Schlagwort „Kinder statt Inder“ erregte er einiges Aufsehen.

Wolfgang Niedecken – Kölschrock vom Feinsten
In den 1970er Jahren gründete Wolfgang Niedecken seine legendäre Band BAP, die bis heute besteht. Die Musik und vor allem die in Kölner Mundart gesungenen Texte, die sich mit persönlichen und gesellschaftlichen Problemen befassten, machten Niedecken überregional bekannt. Er ist nicht nur Texter, Komponist und Gitarrist, sondern auch aktiver bildender Künstler, der sich mit eigenen Ausstellungen profilieren konnte. Darüber hinaus nahm er, neben seiner Arbeit mit BAP, drei Soloalben auf, die ebenfalls sehr erfolgreich waren und es immer noch sind.

Frank Schätzing – Herrscher des „Schwarms“
Der Schriftsteller Frank Schätzing, Ende der 1950er Jahre in Köln geboren, hat erst spät seine wahre Berufung entdeckt. Als studierter Kommunikationswissenschaftler arbeitete er bis weit in die 1980er Jahre in der Werbebranche, bevor er anfing sich dem Schreiben zu widmen. Nach einigen Satiren und Novellen wurde 1995 erstmals sein historischer Roman „Tod und Teufel“ veröffentlicht, fünf Jahre später folgte der Politthriller „Lautlos“. Sein größter Erfolg ist jedoch der 2004 veröffentlichte Sci-Fi-Thriller „Der Schwarm“, in dem unbekannte, intelligente Wesen aus der Tiefsee die Menschheit bedrohen.

Jürgen Becker – vom Zweiten auf den Dritten Bildungsweg
Der bekannte Kabarettist Jürgen Becker wurde 1959 in Köln geboren. Er arbeitete zunächst als grafischer Zeichner, holte über den Zweiten Bildungsweg sein Abitur nach und absolvierte ein Fachhochschulstudium der Sozialarbeit. Nachdem er 1985 den Kabarettisten Hanns Hüsch in seiner Vorstellung besuchte, entschied er sich ebenfalls Kabarettist zu werden. Inzwischen ist er nicht nur auf deutschen Bühnen unterwegs, sondern auch für das Fernsehen tätig. Dort moderiert er die „Mitternachtsspitzen“ und unterhält sein Publikum auf eine amüsante und belehrende Weise in seiner Sendung „Der dritte Bildungsweg“.