Ein Spaziergang durch Köln

hahenentor

Die in Nordrhein-Westfalen gelegene Domstadt Köln ist trotz ihrer Einwohnerzahl von nur ca. einer Million weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Das Wahrzeichen der Stadt, der Kölner Dom, zieht jährlich eine Vielzahl von Touristen aus der ganzen Welt an. Aber auch als Kunstmetropole und als internationaler Messestandort hat sich die Stadt am Rhein einen Namen gemacht.

 

 

Ein Ausflug in die Geschichte
Der Ursprung Kölns liegt in der römischen Siedlung Colonia Claudia Ara Agrippinensium, die bereits 50 nach Christus das römische Stadtrecht erhielt. Schon im frühen Mittelalter spielte die Stadt eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Im Jahre 795 erhob Karl der Große Köln zum Erzbistum. Mit dem Erwerb der Reliquien der Heiligen Drei Könige wurde die Stadt ab 1164 zum „Heiligen Köln“ und damit zum Wallfahrtsziel zahlreicher Pilger. Auch in der Hanse übernahm Köln eine führende Rolle. 1248 begann der Bau des Doms. Mit ihm sollte die größte gotische Kathedrale der Welt entstehen. Erst 1880 wurde sie fertiggestellt, nachdem die Arbeiten aus politischen und wirtschaftlichen Gründen immer wieder unterbrochen werden mussten. Heute steht der Dom auf der Liste der UNESCO Weltkulturerbe und gilt als eines der wichtigsten Kulturdenkmäler Deutschlands.

Köln, wie es lebt und lacht
Von der langen Geschichte Kölns zeugen heute nicht nur der Dom, sondern zwölf weitere romanische Kirchen und zahlreiche historische Bauwerke wie beispielsweise Teile der mittelalterlichen Stadtmauer mit dem Hahnentor am Rudolfplatz.

Rheinpromenade

Die Rheinpromenade von der Deutzer Brücke aus gesehen

Dieser Platz ist Bestandteil der Ringstraßen, die sich um die Altstadt Kölns ziehen. Ihr Verlauf folgt den früheren Stadtmauern und bilden heute einen kilometerlangen Boulevard, der Geschichte und modernes Leben in sich vereint. Neben historischen Stätten findet man hier zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Cafés und Parkflächen, die zum Flanieren und Verweilen einladen. In der Altstadt selbst kann man durch verwinkelte Gassen und über idyllische Plätze schlendern bis hin zur beeindruckenden Rheinpromenade. Das bekannteste Viertel ist sicherlich das Severinsviertel mit seinen unzähligen Kneipen, in welchen Abend für Abend das „urkölsche“ Leben bis in den frühen Morgen hinein zelebriert wird. Übertroffen wird diese Feierstimmung nur noch durch den Kölner Karneval, in welchem die Necken vom 11.11. bis Aschermittwoch zahlreiche sogenannte Sitzungen abhalten und mindestens ebenso viele Bälle feiern. Den Höhepunkt bildet der Straßenkarneval mit verschiedenen Umzügen durch die Stadt.

Kunstmetropole Köln

Römisch Germanisches Museum

Das Römisch-Germanische Museum in Köln

Auch in der Kunstszene zeigt sich Köln traditionsbewusst und modern zugleich. Das Römisch-Germanische Museum widmet sich des römischen Ursprungs, die Moderne kann man gleich in mehreren international anerkannten Museen bestaunen, darunter das Kolumba Kunstmuseum und das Museum Ludwig. Darüber hinaus findet mit der Art Cologne jedes Jahr eine der größten und wichtigsten Kunstmessen der Welt in Köln statt.

Die außerordentliche Vielfältigkeit auf relativ kleinem Raum gehört mit Sicherheit zu den Besonderheiten der Stadt Köln. Sie lässt sich bequem und leicht entdecken und überrascht doch an jeder Ecke immer wieder. Ein Spaziergang also, der sich ganz bestimmt lohnt.